Arbeitsunfall Definition und Abgrenzung
Wann es sich um einen Arbeitsunfall handelt, legen die Vorschriften des Sozialgesetzbuches (SGB) siebter Teil fest.
Nach § 8 SGB VII liegt solcher vor, wenn ein versicherter Arbeitnehmer wegen einer Tätigkeit einen Unfall erleidet, die in direktem Zusammenhang mit seiner Arbeit steht.
Die Folgen, die das Gesetz meint, können körperliche oder auch psychische Gesundheitsschäden sein, die Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels und sogar der Tod.

 

Was Arbeitgeber tun müssen
Liegt ein Arbeitsunfall vor, müssen Arbeitgeber gemäß § 193 SGB VII dem Unfallversicherungsträger diesen Vorfall sofort anzeigen.
Dies gilt dann, wenn der versicherte Arbeitnehmer so verletzt ist, dass er mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist.
Für die Meldung hat der Arbeitgeber drei Tage Zeit. In schwerwiegenden Fällen, also bei schweren Verletzungen oder sogar Tod, sollte die Meldung sofort erfolgen

 

Was der Arbeitnehmer tun muss
Kurz nachdem sich der Arbeitsunfall ereignet hat, sollte der Mitarbeiter von einem sogenannten Durchgangsarzt untersucht und behandelt werden.
In der Regel sind dies Unfallchirurgen oder Orthopäden. Im Normalfall halten Unternehmen eine Liste mit entsprechenden Durchgangsärzten vor.
Die Adressen und Namen von Durchgangsärzten in Ihrer Nähe können Sie bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) einsehen, unter:

 

Hier können Sie nach Durchgangsärtze im DGUV-Archiv suchen: 
http://lviweb.dguv.de/dguvLviWeb/faces/d?_afrWindowMode=0&_afrLoop=178733201499000&_adf.ctrl-state=1qb42qbn6_12

 

Hinweis

Experten der DGUV raten, auch jeden noch so kleinen oder scheinbar unbedeutenden Arbeitsunfall, also zum Beispiel auch den berühmten Schnitt in den Finger, dem Arbeitgeber zu melden. Hintergrund: Entsteht durch die Erstverletzung ein schlimmerer Folgeschaden und kann der Arbeitnehmer dadurch nicht mehr einwandfrei arbeiten oder fällt sogar aus, erlischt unter Umständen der Versicherungsschutz.

Die Experten raten weiterhin, auch jeden kleinen Unfall ins sogenannte Verbandbuch einzutragen, in dem festgehalten wird, dass beim Arbeitnehmer ein Gesundheitsschaden eingetreten ist (Nachweisfunktion für den Versicherungsträger). Folgende Angaben sollten gemacht werden:

  • Ort und Zeit des Unfalls,
  • Name des Verletzten,
  • Art der Verletzung,
  • Zeitpunkt der Behandlung,
  • durchgeführte Erste-Hilfe-Maßnahmen,
  • Name des Ersthelfers sowie
  • Name von Zeugen.

 

Adresse Unfallkasse Hamburg  
Unfallkasse Nord
Spohrstr. 2
22083 Hamburg
Tel.: 040 271 53-0

E-Mail:
ukn(at)uk-nord.de
Homepage
: www.uk-nord.de

 

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