Hamburg profitiert von EU-Fördermitteln: ESF Plus stärkt Weiterbildung und Fachkräftesicherung

Mehr als 1,4 Milliarden Euro für Hamburgs Zukunft

5. August

Die Europäische Union leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und innovativen Entwicklung Hamburgs. Wie die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation auf der Landespressekonferenz vom 4. August 2026 hervorhebt, wurden seit 1994 mehr als 1,4 Milliarden Euro in Projekte für Innovation, Beschäftigung, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt investiert. Davon stammen über 664 Millionen Euro direkt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)  

In der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 werden in Hamburg mehr als 105 Projekte in den Bereichen Beschäftigung, Bildung, Innovation, Klimaschutz und soziale Integration umgesetzt. Besonders für die Förderung von Qualifizierung, Weiterbildung und beruflicher Teilhabe spielt der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) eine zentrale Rolle.

ESF Plus investiert in Menschen

Der ESF Plus verfolgt das Ziel, Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und den Zugang zu Bildung und Beschäftigung zu verbessern. Seit 1994 wurden in Hamburg mehr als 333.000 Menschen durch Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Integrationsmaßnahmen gefördert. Besonders im Fokus stehen dabei Frauen, junge Menschen sowie Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung.

Die Förderung zeigt, wie wichtig Investitionen in Kompetenzen und lebenslanges Lernen für die Zukunft des Arbeitsmarktes sind. Gerade angesichts von Digitalisierung, Fachkräftemangel und dem Wandel der Arbeitswelt gewinnt Weiterbildung zunehmend an Bedeutung.

Weiterbildungsbonus Plus: Unterstützung für Beschäftigte und Unternehmen

Ein konkretes Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von ESF Plus-Mitteln in Hamburg ist der Weiterbildungsbonus Plus. Das Förderprogramm unterstützt Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen dabei, notwendige Qualifizierungsmaßnahmen umzusetzen und sich auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten.

Durch finanzielle Zuschüsse werden Weiterbildungsmaßnahmen leichter zugänglich gemacht und bestehende Weiterbildungsbarrieren reduziert. Damit trägt der Weiterbildungsbonus Plus dazu bei, Fachkräfte zu sichern, individuelle Karrierewege zu stärken und Unternehmen bei ihrer Zukunftsfähigkeit zu unterstützen.

Als Akteur im Bereich Arbeitsmarkt, Weiterbildung und Fachkräftesicherung erleben wir täglich, wie wichtig niedrigschwellige Förderangebote sind. Programme wie der Weiterbildungsbonus Plus schaffen konkrete Anreize für berufliches Lernen und ermöglichen vielen Menschen den Zugang zu Qualifizierungen, die sonst oftmals nicht realisierbar wären.

Europäische Förderung schafft nachhaltige Wirkung

Die aktuelle Bilanz der EU-Förderung in Hamburg verdeutlicht, dass Investitionen in Bildung und Qualifizierung langfristige Wirkungen entfalten. Neben der Förderung von Innovationen und wirtschaftlicher Entwicklung (EFRE) stärkt insbesondere der ESF Plus die berufliche Teilhabe und unterstützt Menschen dabei, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, betont die Bedeutung der europäischen Fördermittel für die Zukunft Hamburgs. Die Mittel stärken gezielt Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz sowie soziale und berufliche Teilhabe und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität der Stadt.

Gemeinsam in die Zukunft

Die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte zeigen, welchen Mehrwert europäische Förderinstrumente für Hamburg schaffen. Für die kommenden Jahre bleibt es entscheidend, den Zugang zu Weiterbildung weiter auszubauen und innovative Qualifizierungsangebote zu fördern.

Der ESF Plus und Programme wie der Weiterbildungsbonus Plus leisten hierfür einen wichtigen Beitrag: Sie ermöglichen lebenslanges Lernen, stärken Fachkräfte und unterstützen Unternehmen dabei, den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu gestalten.

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Quelle: www.ndr.de

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